Der Augeninnendruck
Wir messen ihren Augeninnendruck
Die Messung des Augeninnendruck dient zur Früherkennung von Netzhautdefekten. Außerdem kann man durch die Messung den Verdacht oder den Ausschluss eines Glaukoms (Grüner Star) ermitteln. Mit einem kleinen Messkörper wird dabei sanft ihr Auge berührt und der Augendruck damit ermittelt.
Der auf der Augeninnenwand lastende Druck –der intraoculare Druck =IOD – dient der Stabilisierung des Auges und den physiologischen Abläufen des Stoffwechsels im Auge. Diese Aufgabe wird vom Kammerwasser übernommen. Das Kammerwasser wird im Ziliarkörper erzeugt. Dieser befindet sich unmittelbar hinter der Iris. Das Kammerwasser läuft von der hinteren Augenkammer durch die Pupille in die vordere Augenkammer und verlässt diese durch den Schlemmschen Kanal. Dieser ist durch 20 bis 30 kleine Kanäle mit den Blutgefäßen verbunden. Durch ein ausgewogenes Zusammenspiel von Produktion und Abfluss des Kammerwassers wird der normale Augendruck aufrechterhalten.
Bei einem zu hohen Augeninndruck entsteht ein Missverhältnis zwischen Produktion und Abfluss des Kammerwassers. Die Kanäle im Schlemmschen Kanal werden im laufe des Lebens dicker und können miteinander verschmelzen. Dadurch kommt es zu einer Abnahme der Durchlässigkeit. Besonders gefährdet durch den erhöhten Druck sind die Nervenfasern in der Netzhaut. Sind diese Fasern einmal durch den zu hohen Druck beschädigt, können diese nicht wieder hergestellt werden. Die folge sind Gesichtsfeldausfälle, man bezeichnet dieses auch als Glaukom oder „Grüner Star“.
Als „Normal“ bezeichnet man die Prüfergebnisse vom intraocularen Druck in Bereichen zwischen 10 bis 21 mm Quecksilbersäule. Liegt ein zu hoher Augeninnendruck vor, oder ist der Grüne Star in ihrer Familie schon einmal aufgetreten, sollte eine medizinische Untersuchung durch einen Augenarzt erfolgen.
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